Malerei von André Schulze

Der Dresdner Künstler André Schulze hat sich seit seinem Studium an der Kunsthochschule Dresden (Diplom 2011, Meisterschüler 2013) intensiv mit Architektur des ländlichen Raumes beschäftigt. Seine Architekturgemälde sind extrem präzise gemalte Studien der ostdeutschen Architektur, angereichert mit zahlreichen Details erzählen sie teilweise humoristische und surreale Geschichten. In seiner aktuellen Malerei widmet er sich zwei verschiedenen Themen: farbintensive Bergansichten “Colorful Mountains” und der Malerei von Caspar David Friedrich.

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Caspar David Friedrich Serie 2021/2022


Die Beschäftigung mit Caspar David Friedrich folgt einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Romantikern. Inspiriert durch Museumsbesuche im Albertinum Dresden, entstand der Wunsch des Künstlers, hinter das Geheimnis dieser imposanten und berührenden Gemälde zu gelangen. In mehreren Versionen tastet sich der Künstler an die Kunst Caspar-David Friedrichs heran um etwas neues daraus zu kreieren. Er kopiert das Gemälde und fügt noch einen Schritt hinzu: durch das anschließende verwischen der noch feuchten Ölfarbe, entsteht eine Bewegungsunschärfe wie man sie aus der Fotografie kennt. Durch dieses Mittel der Verfremdung schafft er eine eigene Mystik und zeitgenössische Interpretation Friedrichs.
Alle Gemälde der Serie werden in einer Ausstellung präsentiert:

“caspar david 2.0” vom 27.11.2022 – 14.01.2023 in der Galerie FLOX, Dresden

Gemälde 2021 – Colorful Mountains

Die “Colorful Mountains” entstanden aus dem Wunsch heraus, sich farblich und Formal von der Strenge der Architekturmalerei zu befreien und der Natur mehr Raum zu geben. Bereits während seines Kunststudiums beschäftigte sich der Künstler mit Alpinen Darstellungen, die nun auf neue Weise wieder Einzug in seine Malerei gehalten haben.


Abstrakte Gemälde 2021


2018 – 2020

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2017


2016

 


2015


2014


2013


2012

Malerei von André Schulze

André Schulzes aktuelle Bilder überzeugen durch die gelungene Verbindung von präziser Malerei und der Lust an feinsinnigen Bildmotiven. In der Nahsicht offenbaren sich humorvolle Details, die in ihrem Zusammenwirken neue, interessante Geschichten erzählen. Der Künstler verzichtet auf die Gestaltung der Hintergründe und verleiht so dem Darstellungsgegenstand zusätzlich einen nahezu emblematischen Charakter – architektonische Artefakte aus dem vergangenen Jahrhundert schweben wie urbane Solitäre vor monochromen Flächen und vermögen exemplarisch die Veränderung unserer Stadtlandschaften und alltäglichen Umgebung ins Bewusstsein zu rufen.
(Text: Galerie Döbele)

Ausstellungsansichten “Revier”, Freiberg, 2016


About André Schulze

About André Schulze 2016

(for english version scroll down)
Als Bildender Künstler arbeitet André Schulze vorwiegend im Medium der Malerei und entwickelt seine Bilder zum Großteil von selbst aufgenommenen Fotografien. Motive die Ihn interessieren sind meist Orte an denen man ungeachtet vorbei geht, Gebäude die langsam verfallen oder zunehmend aus dem öffentlichen Raum verschwinden. Ihn faszinieren industriell geprägte Landschaften, Güterbahnhöfe, Fabriken und funktionale Gebäude, Zitat: „Ich will Architektur in meinen Fokus stellen, die typisch ist für den Osten Deutschlands oder mich auf andere Art fasziniert.“

Für seine Malerei greift er vorwiegend auf fotografische Vorlagen zurück, die er selbst auf Reisen und seiner näheren Umgebung von Dresden gesammelt hat. „Mich reizt der Gedanke den Ort malerisch weiter zu denken, zu verändern und mit anderen Eindrücken zu kombinieren.“

Dabei bildet die Fotografie nur die Basis für seine Gemälde. Beginnt er mit der Vorzeichnung auf Leinwand, verändert er meist die Perspektive, fügt hinzu oder entfernt Dinge, beleuchtet und inszeniert seine Bühnen-ähnliche Situation mit dem Fokus auf das Wesentliche. „Mir geht es darum, einen Mikrokosmos zu erschaffen und Geschichten zu erzählen die sich an diesem Ort zugetragen haben könnten. Entscheidend für meine Arbeit ist dabei nicht nur das gesamte Bild, sondern auch die Details, welche Maßgeblich zur Bilderzählung beitragen.“ Dabei kann jedes Detail in seinen Gemälden entscheidende Wendungen im Bild erzeugen und ihm eine neue Richtung geben.

Seine Bilder bestehen aus mehreren Malschichten und einer möglichst realistischen Wiedergabe der Realität. Dadurch arbeitet er zum Teil mehrere Wochen kontinuierlich an einem Bild. Als Vorbild dienen ihm dabei oft die Gemälde der Alten Meister wie Canaletto, Hieronymus Bosch oder Caspar David Friedrich aber auch zeitgenössische Strömungen wie Street Art oder Grafikdesign.