Presse – Veröffentlichungen über die Malerei von André Schulze

 Lamonomagazine – art and urban culture magazine Barcelona

Spanisches Kunst und Urban Culture Magazin hat einen Beitrag zur Malerei von André Schulze veröffentlicht.

la arquitectura surrealista de andré schulze

 

Design Crush Blog (25.01.2017)

Kelly Beall von designcrushblog.com hat einen englisch-sprachigen Beitrag zur Malerei von André Schulze gepostet.

Hier geht es zum Beitrag von Design Crush.

 

 

Widewalls – The Ultimate Resource for Contemporary and Urban Art (19.01.2017)

Widewalls ist ein internationales, englisch-sprachiges online Magazin für Zeitgenössische Kunst, mit Sitz in der Schweiz.
Das Magazin berichtet über aktuelle Ausstellungen in Galerien und Museen weltweit, hat eine umfangreiche Künstler-Datenbank und eine eigene Auktionsplattform.
Am 19. Januar 2017 veröffentlichte das Magazin unter dem Titel „André Schulze – Amazing oil paintings on canvas“ einen englisch-sprachigen Beitrag über die Malerei von André Schulze mit einer ausführlichen Künstlervorstellung.

Hier geht es zum Beitrag von Widewalls.

 

 

Der Kunst Blog – Blog Magazin über Kunst und Künstler aus aller Welt (06.01.2017)

Der Kunst Blog ist ein deutsch-sprachiger Internet-Blog welcher über Kunst und Künstler aus aller Welt berichtet.
Unter dem Titel „Junge Ostdeutsche Romantik“ veröffentlichte Der Kunst Blog einen Beitrag über die Malerei von André Schulze.

Hier geht es zum Beitrag von Der Kunst Blog.

 

The Jealous Curator – Damn. I wish I thought of that. (25.06.2016)

Danielle Krysa vom kanadischen Kunst-Blog thejealouscurator.com hat einen Beitrag zur Malerei von André Schulze in ihrem Blog gepostet.
The Jealous Curator teilt vor allem Bild-lastige Beiträge in sozialen Netzwerken, wie Pinterest oder Instagram und hat allein bei Facebook über 260.000 Follower.

Hier geht es zum Beitrag von thejealouscurator.com

 

 

Anzeiger Nr. 46, Mai 2016 der Städtischen Galerie Dresden

Der Anzeiger der Städtischen Galerie Dresden erscheint in regelmäßigen abständen und Informiert über aktuelle Ausstellungen. Die Vorderseite bietet eine Übersicht über aktuelle Ausstellungen und Ereignisse der Sammlung. Die Rückseite wird mit einem Detail-Ausschnitt, eines Kunstwerkes der Sammlung versehen. Im Mai 2016 wurde ein Detail-Ausschnitt des Gemäldes „Fabrikhalle“ von 2012 ausgewählt und mit einem kurzen Text auf der Vorderseite beschrieben:

„Seine präzise Malweise seziert jedes Detail und ist doch fern von realistischer Darstellung. Statt sie in postmoderner Manier zu brechen, verbiegt er die Realität geschmeidig zu absurden Szenerien. Häufig portraitiert und konstruiert er Gebäude mit zeichnerischer Exaktheit bis zum Grashälmchen zwischen den Gehwegplatten. Freigestellt vor neutralem Hintergrund führt er prototypische Alltags- und Industriebauten vor, die, ausgestattet mit einer Fülle requisitorischer Details, wie Modelle ihrer selbst auf einer Modelleisenbahnstrecke wirken.
Mit feinem Gespür für vielschichtiges Potenzial und Gegenwartsrelevanz seiner Motive zieht er uns in sein humorvolles Spiel mit dem Pedantischen und Verschrobenen der Über-Genauigkeit und fabuliert uns Schauplätze vor, wo eigentlich nur Kulissen sind. Der Künstler lässt dabei offen, ob seiner Arbeit ein konzeptuelles Statement zur Künstlichkeit als Prinzip zugrundeliegt oder einfach eine Vitale Freude am Erzählerischen, am geistigen Umweg und an der Schönheit des Zwecklosen.“

 

André Schulze – Präzision

(Johannes Schmidt, Kunsthistoriker)
Anlässlich der Ausstellung „Neue Bilder“ Malerei von André Schulze, 20.04.2016, Galerie Döbele, Dresden

Wie stark betonte Genauigkeit im Detail unbedingt eine künstliche Wirkung des Gesamten erzeugt, ist anhand überinszenierter Monumentalfotografie der Düsseldorfer Schule genauso spürbar wie in der Malerei von André Schulze. Doch der Maler legt den Finger auf genau diesen Eindruck der Detailversessenheit und treibt das Spiel um einiges weiter: Auf der Leinwand pflegt er seine Bildgegenstände vor monochromen Hintergründen zu isolieren. Damit distanziert er sie noch mehr vom Rezipienten als das allein mit den Mitteln präziser Malerei möglich wäre.

Im Gegenzug nimmt er den Betrachter jedoch gefangen mit der oft vertrauten Erscheinung des Dargestellten und mit den versteckten Andeutungen potenzieller Geschichten, die unwillkürlich in den Bann der innerbildlichen Spielregeln ziehen. Da findet man die Quintessenz von Architekturen des Banalen und der alltäglichen Zufälligkeit – Umspannhäuschen, alte Stellwerksgebäude, Bauernhäuser und Scheunen  – prototypisch wie die fertigen Plastikgebäude, die man zur Ausstattung einer Modelleisenbahnstrecke im entsprechenden Fachhandel erwerben kann. Angereichert und von einem geheimnisvollen Leben erfüllt werden diese mit exakt studierten Maschinen, mit der einen oder anderen durch Putzschäden sichtbaren Ziegelfläche, den (halbherzig getilgten) Spray-Tags oder mit genau drapierten Artefakten wie Fässern, alten Autositzen, Briefkästen, Mülleimern und Lampen.

Das habituelle Zusammentreffen einer Vielzahl von Gegenständen drängt sich auf André Schulzes Gemälden geradezu in den Vordergrund und lässt in der Gesamtheit an die Quersumme aller Gerätschaften aus den neorealistisch-surrealen Gemälden Konrad Klaphecks denken. Mit diesem teilt André Schulze zweifellos einen ausgeprägten Sinn für die Absurdität des Präzisen, deren Ursprung man bei beiden Künstlern vielleicht in einer Skepsis gegenüber der als „deutschen Tugend“ angesehenen Genauigkeit, Pünktlichkeit und Präzision findet. In Klaphecks Bildern konnte man das vor fünfzig Jahren direkt auf das grauenhafte „Funktionieren“ der ihm vorangegangenen Generation im Dritten Reich beziehen. Aus der heutigen Perspektive und im Hinblick auf André Schulzes Bilder kommt einem in dieser Blickrichtung eher der internationale Ruf deutscher Ingenieurskunst und Exportindustrie und als Kehrseite dessen das internationale Vorurteil über deutsche Kleinkariertheit, technische Kälte und Humorlosigkeit in den Sinn.

André Schulzes Bildgegenstände zeigen daher nicht nur ganz konkrete humorvolle Annäherungen an das Pedantische und Verschrobene der Über-Genauigkeit, sie sind auch weit weniger symbolisch aufgeladen als die undurchdringlichen Oberflächen und harten Kanten der Kunst Klaphecks. Grund dafür ist die Lust des Künstlers am hingebungsvollen Fabulieren, welcher er sich vom fotografischen Aufspüren abseitiger Vorlagen bis zur Möblierung seiner Szenerien mit seltsamen Gegenständen hingibt. So gelangt eine Eule auf die „Holzkarre“ (2015) oder ein Paar ulkige Gummistiefel unter den Arbeitsplatz in seinem „Maschinenhaus“ (2015). Man meint die Forderung nach genauerem als dem alltäglich praktizierten Hinsehen (oft erhoben vor schwer zugänglicher Kunst!) ad absurdum geführt zu sehen.

Solche Brechungen im Detail, schwankend zwischen scheinbarer Zufälligkeit und vermeintlich beiläufiger Ironie, ließen sich durchaus als surreal charakterisieren, jedoch nicht ohne deutliche Abgrenzung vom philosophischen- und Traumbezug des Surrealismus im Sinne eines René Magritte. André Schulzes Malerei vermittelt vielmehr eine vitale Freude am Erzählerischen, am geistigen Umweg und an der Schönheit des Zwecklosen als künstlerischer Tugend. Hinter der vordergründigen Ruhe seiner Bilder vermag André Schulze in abenteuerlichen Hakenschlägen Ernstes mit Absurdem und Beschauliches mit Schauerlichem zu verbinden.

Nun könnte man anhand der oft menschenleeren Szenen auf den Künstler als weltabgewandten Tüftler schließen. Doch auch damit finden wir uns in die Irre geführt: 2014 schuf André Schulze eine in seinem Werk bisher ohne Vergleich dastehende Reihe von insgesamt sieben Gemälden zu einem tagesaktuellen Topthema der Kunstwelt. Auf die für ihn typische Art untersuchte er die mediale Luftblase des „Schwabinger Kunstfundes“, ja deklinierte die Angelegenheit vom Haus Cornelius Gurlitts über Porträts bis zum „Gurlitt“-Schriftzug als Gegenstand der Streetart förmlich durch. Hier lässt sich am deutlichsten erkennen, wie die virtuose und höchst fein gestimmte Malerei zur Folie für absurde Aspekte einer Geschichte wird. Diese ist mitunter in ihrer ganzen Banalität inszeniert, an anderer Stelle aber auch gern einmal als schrille Groteske. Man beachte nur den mit Kreide angebrachten Dreikönigssegen an der Tür des „Haus Gurlitt Salzburg“ und den Mickeymausanhänger am mit Kunst vollgestopften Einkaufstrolley des heimlichen Kunstbesitzers.

André Schulzes Malerei zeigt sich immer wieder auf eigensinnige Art eigenständig und beweist sich nicht nur in ihrem ausgesprochen souveränen Umgang mit technischen Mitteln sondern auch als intelligenter, vielschichtiger und dabei höchst unterhaltsamer Zugriff auf die Seltsamkeiten unserer Welt.